Mehr Doppelstunden - weniger Klingelzeichen

Seit dem Beginn des Schuljahres sind im Stundenplan vieler Klassen und Jahrgänge vermehrt Doppelstunden in der 3./4. bzw. 5./6. Stunde angelegt. Hiermit sollen verschiedene Vorteile für Schüler wie für Lehrer erreicht werden:

  • Reduzierung der Fächer/Klassen für einen Tag
  • Reduzierung der Klassen- und Raumwechsel, dadurch auch mehr Ruhe in der Schule
  • Reduzierung der Materialien, die jeden Tag mit zur Schule gebracht werden müssen

Neben Optimierung im organisatorischen Bereich geht es aber auch darum, die Lernsituation im Unterricht zu optimieren. Häufig sind 45 Minuten gerade einmal lang genug, um Hausaufgaben zu vergleichen und dann in ein neues Thema einzusteigen. Durch die organisatorischen Aufgaben am Anfang und Ende einer Stunde ist die Zeit wirklichen Lernens vielleicht nicht lang genug.

Doppelstunden sollen den Schülerinnen und Schülern wie auch den Lehrkräften die Möglichkeit bieten, längere Erarbeitungsphasen und damit längere echte Lernzeit einzuplanen. In den Naturwissenschaften, in Kunst oder Sport liegt es häufig auf der Hand, dass Doppelstunden eine sinnvollere Unterrichtslänge darstellen als 45 Minuten. Dies kann aber auch genau so für alle anderen Fächer gelten, weil man dann z. B. auch in Mathe, Englisch oder Erdkunde mehr Zeit hat, sich in ein Thema einzudenken und es selbstständig oder in Gruppen zu bearbeiten.

Das Klingelzeichen nach 45 Minuten wirkt dann aber eher störend. Sinnvoller ist es da, die 5-Minuten-Pause für den Tag in der Klasse oder im Kurs abzusprechen. Deswegen werden am BwG nach den Herbstferien die Klingelzeichen zwischen der 3. und 4. sowie zwischen der 5. und 6. Stunde abgestellt. Der Anspruch auf die Pause bleibt jedoch erhalten.

Damit alle die Klassen und Kurse, die in diesen Stundeneinheiten doch die Räume (oder die Lehrer die Klassen) wechseln müssen, dies auch pünktlich tun können, werden nach den Herbstferien die meisten Klassenräume mit Uhren ausgestattet sein.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres soll evaluiert werden, ob wir diese Änderung etablieren oder wieder zum alten Klingelrhythmus zurückkehren wollen.

Olaf Dieckröger