Presse
Für ein friedliches Miteinander
Solidaritätskundgebung gegen PRO NRW
Am Montag, dem 7. Mai, versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler des Brackweder Gymnasiums auf dem Unterstufenhof, um mit einem Menschenkreis ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Zeitgleich fand vor der Vatan-Moschee an der Windelsbleicher Straße eine Kundgebung der Partei PRO NRW statt, gegen deren erklärten Antiislamismus sich unsere Aktion richtete. Herr Siekmann hielt als Schulleiter auf dem Schulhof folgende kurze Ansprache:
„Liebe Schülerinnen und Schüler,
während wir uns hier auf dem Schulhof versammeln, laufen in knapp 1 km Luftlinie Entfernung vor der Vatan-Moschee an der Windelsbleicher Straße die Vorbereitungen für eine antiislamische Demonstration an. Sie wird veranstaltet von der rechtsextremen Partei Pro NRW, die den Antiislamismus in ihrem Parteiprogramm zu einem Hauptpunkt gemacht hat. Deswegen wird es dort heute Morgen auch eine Gegendemonstration geben, die deutlich machen will, dass ganz viele Bürgerinnen und Bürger diese rechtsextreme Auffassung nicht teilen. Wir hoffen alle, dass es zwischen beiden Gruppen nicht wie am Wochenende in Bonn zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt.
Das Brackweder Gymnasium ist eine Schulgemeinschaft, in der ganz viele unterschiedliche Menschen aus ganz vielen unterschiedlichen Gruppen zusammenkommen. Zu unserer Schulgemeinschaft gehören neben Deutschen Menschen mit türkischen, italienischen, spanischen, russischen, englischen, polnischen, chinesischen, tamilischen Wurzeln, bei uns gibt es Christen, Muslime, Orthodoxe, Aleviten, Jesiden, Hindus und Menschen, die an keinen Gott glauben. In unserem Leitbild, über das wir ein Jahr lang beraten haben, findet sich der Satz: „Unterschiedliche Individualitäten und Kulturen pflegen ein Miteinander, welches die Schulgemeinschaft bereichert."
Gegen alle Versuche, in diese bunte, vielfältige Gemeinschaft Keile hineinzutreiben, um sie auseinanderzubrechen, werden wir uns mit friedlichen Mitteln zur Wehr setzen. Wir werden uns nicht auseinanderdividieren lassen von Strömungen, die Einzelne oder ganze Gruppen unserer Gemeinschaft diskriminieren wollen. Jedem, der uns friedlich begegnet, werden wir die Hand reichen. Jedem, der uns entgegentritt mit der Absicht uns grundlos auseinanderzudividieren, werden wir ein einfaches Argument entgegenhalten: Wir sind alle Menschen. Ein Deutscher ist kein besserer oder schlechterer Mensch, weil er Deutscher ist, ein Muslim ist kein schlechterer oder besserer Mensch, weil er Muslim ist. Und wir sind alle Teil einer schulischen Gemeinschaft, die versucht, Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit zu leben.
Ich bitte euch jetzt, zum Zeichen unserer Verbundenheit euch an den Händen zu fassen und einen großen Menschenkreis zu bilden. Dies soll ein Symbol dafür sein, dass alle Menschen, die ein friedliches Miteinander pflegen, hier stets willkommen sind."

"Darauf können Sie mit Recht stolz sein"
Ehrung des Brackweder Gymnasiums
Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat der Schule eine Urkunde nebst Begleitschreiben zugesandt, in dem das Brackweder Gymnasium als "vorbildliche Schule" bezeichnet wird. Die Ehrung geschah auf Veranlassung der Bezirksregierung Detmold, die als zuständige Schulaufsichtsbehörde dem Schulministerium über die gute pädagogische Arbeit an unserer Schule informiert hatte. Den Zeitungsartikel lesen Sie hier:
NW 19.10.2011
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