Überfachlich

Das "IQ Seminar"

Am letzten Mittwoch besuchte das 'IQ Seminar' mit Dr. Schmidt die psychiatrische Klinik Gilead IV in Bethel. In einem 90-minütigen Gespräch in Englisch stand Dr. Beblo (4. v. links) aus der Forschungsabteilung den interessierten und schon erstaunlich gut informierten Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu seelischen Erkrankungen und deren Ursachen.

 

Besuch von Gilead IV

 

Ein Projekt mit Modellcharakter: Fächerverbindendes Praktikum Biologie und Sport am BWG

Vom 28.02.11 bis zum 25.03.11 hat das Brackweder Gymnasium mit den drei 6. Klassen im Rahmen der Fächer Biologie und Sport an einer Art „Pilotprojekt“ der Bielefelder Universität teilgenommen.

Nach einer einwöchigen Hospitationsphase übernahmen Studierende der Universität Bielefeld den Biologie- und Sportunterricht. Der lehrplangebundene Inhalt „Das Bewegungssystem des Menschen“ konnte von beiden Fächern aus unterschiedlichen Perspektiven vermittelt werden:
Während im Biologieraum das Skelett, die Wirbelsäule, Gelenke und Muskeln anhand von Modellen, Experimenten und Arbeitsblättern betrachtet und erforscht wurden, kamen eben diese Inhalte in der Sporthalle unter akrobatischen Gesichtspunkten zum Tragen (im doppelten Sinne)!

Nach der Idee von fächerverbindendem Unterricht konnten die Praktikantinnen und Praktikanten als auch die Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht auf Gelerntes aus dem Biologieunterricht zurückgreifen, während an anderer Stelle Situationen aus dem Sportunterricht als „echte“ Problemaufrisse im Biologieunterricht genutzt werden konnten, um die Schüler/innen z. B. auf notwendige Funktionen des Körpers in Abhängigkeit seiner baulichen Besonderheiten aufmerksam zu machen. So bekamen die „Belastungspunkte“ bei akrobatischen Pyramiden vor dem Hintergrund des Aufbaus und der Funktion der Wirbelsäule und des Skelettes eine weiter reichende Bedeutung.

Neben den vielen „Aha-Effekten“ durch diese besondere Art der Fächerverbindung hatten sowohl die Schüler/innen als auch die Praktikantinnen und Praktikanten nach eigenen Aussagen eine gewinnbringende, abwechslungsreiche Zeit miteinander.

Biosport6

Nach Abschluss der vier Wochen wurden die Schüler durch einen umfangreichen Fragebogen in eine Testsituation gebracht, aus deren Ergebnissen letztlich eine Evaluation bezüglich der Wirksamkeit dieser Unterrichtsform hinsichtlich der Lernleistung im Vergleich zu Unterricht innerhalb der Fächergrenzen durchgeführt wird.

Wir freuen uns sehr, dass die Biologiedidaktik, unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Wilde, sowie die Abteilung für Sportwissenschaften, Arbeitsbereich IV, unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Kastrup, dieses Pilotprojekt in Kooperation mit dem Brackweder Gymnasium durchgeführt hat. Finanziell unterstützt wird das Projekt von dem Programm“ Zeit für Lehre“, ein Programm im Rahmen des Wettbewerbs „Exzellente Lehre“, das vom Stifterverband der deutschen Wissenschaft und der Kulturministerkonferenz einberufen wurde, um sich für qualitativ hochwertige Ausbildung künftiger Lehrer/innen einzusetzen.

Christina Wirausky

 

Theaterbesuch

Wir, die Klasse 7c, waren im Rahmen der Unterrichtsreihe „Theater" mit Frau Schütte und Frau Biermann im Bielefelder Stadttheater.

Frau Hesse, die Theaterpädagogin, ermöglichte uns einen Blick hinter die Kulissen des Theaters. Zuerst haben wir uns den hinteren Teil der Bühne angeschaut, dabei ist uns besonders aufgefallen, dass die Bühne fast genau so groß ist wie der Zuschauerraum. Frau Hesse erklärte uns, dass der Raum, in dem sich die Bühne befindet, der höchste im ganzen Theater ist, da er am meisten Platz beansprucht. Sie erklärte uns auch, dass es auf der Bühne sehr viel Technik gibt, u.a. die vielen Lichtstimmungen. Hinter der Bühne gut erkennbar befindet sich der „Sternenhimmel". Dieser besteht aus Markierungen am Boden, an denen der Requisiteur erkennen kann, wo er die Requisiten (Stuhl, Tisch, Bett, Lampe e.t.c.) platzieren muss. Diese Markierungen leuchten im Dunkeln, daher der Name „Sternenhimmel".

Weiter gingen wir durch viele Treppenhäuser und Gänge zum Requisitenlagerraum, dabei überquerten wir auch die Brücke, die 2005 während der Renovierung (2004-2006) erbaut wurde. Da das Theater aus zwei Gebäuden besteht, musste man früher die Requisiten von einem Gebäude zum anderen tragen, was die Arbeit nicht gerade erleichterte! Im Requisitenlagerraum erklärte uns Frau Hesse, dass das Kunstblut, das im Theater verwendet wird, aus Rote Beetesaft und Stärke hergestellt wird. Außerdem erklärte sie uns, dass zur Not, wenn eine Requisite nicht fertig ist, eine gleichwertige andere zur Probe verwendet werden kann (z.B. ein Nashorn und ein Pferd). Oft lagern die Requisiten dort mehrere Jahre.

Weiter führte uns Frau Hesse zum Kostümfundus. Dort lagern über 12000 Kostüme aus dem Zeitraum 1904-2011. Ein ziemliches Problem sind die Motten, die besonders in den Sommerferien vom Theater auftreten. Dann kommt meistens der Kammerjäger. Außerdem zeigte sie uns Figurinen (Zeichnung von Kostümen) aus dem Stück „Ronja Räubertochter".

Frau Hesse erklärt uns die Kleiderkammer Die Klasse 7c mit Frau Hesse (ganz links)
Besuch der Kleiderkammer Die Klasse 7c mit Frau Hesse

Dann ging es in den Malsaal, wo die Prospekte und die Kulissen bemalt werden. Hier wurde uns erklärt, dass die Prospekte 17 Meter hoch sind.

Die Prospekte werden auf dem Boden bemalt. Man darf sie am Ende nicht mehr betreten, deshalb wird im Stand mit ca.1,20 Meter langen Pinseln gemalt.

Unsere letzte Station war die Maske. Dort konnten wir einige Blicke auf die dort entstandenen Perücken werfen. Sie werden immer aus echtem Haar hergestellt, da man mit Kunsthaar nicht gut arbeiten kann. Eine Frisur herzustellen dauert ca. 40-70 Stunden.

Wenn Sie Interesse daran haben eine fertige Perücke zu kaufen, müssen Sie mit einem Preis zwischen 1000 und 2000 € rechnen, eben wegen diesem hohen Preis werden die Perücken so oft wie möglich wiederverwendet!

Uns, der Klasse 7c, hat die Führung sehr viel Spaß gemacht. An dieser Stelle wollen wir uns nochmal herzlich bei Frau Hesse bedanken!

Maren Ahrens und Melina Antonopoulos

 

Lesen gefährdet die Dummheit - Autorenlesung mit Swen Reinhardt

Am 16.02.2011 fand am Brackweder Gymnasium eine Autorenlesung für die 5. und 6. Klassen statt. Bei dieser Veranstaltung stellte der Autor, Swen Reinhardt, sein Buch „Chip-Chips-Jam“ vor.

Nach einem kurzen Einstieg durch das Zitat „Lesen gefährdet die Dummheit“ sprach der Autor gemeinsam mit den Kindern darüber, was alles gebraucht wird, um ein Buch zu schreiben. Was soll das Thema sein? Welche Personen spielen mit? Wie kann ich mein Buch spannend gestalten?

Er selbst hatte alle vier Bände seiner Jugendbuchreihe bei sich und las den Schülern aus jedem Band verschiedene Textstellen vor. Ein Ausschnitt aus einem seiner Hörbücher unterlegt mit verschiedenen Fotos peppte das Ganze auf. Bei der Vorstellung des Buches erfuhren die Schüler, dass die Geschichte von drei Skateboardern handelt, die verschiedene Abenteuer erleben. Der im Buch beschriebene Joe ist benannt nach dem Sohn Niklas-Joe des Autors Swen Reinhardt.

In einer abschließenden Fragerunde berichtete Swen Reinhardt einiges aus seinem Privatleben. So erfuhren die Schüler, dass Swen Reinhardt mit Isabell Sommer, die ebenfalls das vorgestellte Buch mit geschrieben hat, zusammen lebt und zwei Kinder hat.

Am Ende der Autorenlesung verteilte Swen Reinhardt noch Autogramme und seine Anschrift für alle Interessierten. Er versprach, jegliche Fanpost auch zu beantworten.

Die Schule erhält in Kürze alle bereits veröffentlichten Bände der Jugendbuchreihe für die Schulbibliothek. Da diese zum Bestand der Stadtbibliothek gehört, sind auch diese Bücher hier bald für alle erhältlich und ausleihbar.

Es war eine sehr interessante Vorlesung, die die Schüler vom Brackweder Gymnasium begeisterte.

Tobias Dopheide (6b)  mit Unterstützung der Klasse 6b des Brackweder Gymnasiums

 

Ehrung von Herrn Warnek - keine Verabschiedung!

Seit mehr als 40 Jahren leitet Herr Warnek die Sternwarte auf dem Dach des Brackweder Gymnasiums. Generationen an Schülerinnen und Schülern hat er mit seiner Begeisterung für die Sterne infiziert und in den von ihm angebotenen Astronomie-AGs ausgebildet. Hinzu kommen mehr als 400 Vorträge, die er in den letzten vier Jahrzehnten vor interessiertem Publikum gehalten hat.

Mitte November teilte Herr Warnek mit, dass er für die Leitung der Sternwarte einen Nachfolger gefunden hätte, Herrn Michael Hellriegel, der ebenfalls Schüler des BwG gewesen ist und jahrelang aktiv in der Astronomie-AG tätig war.

Zu diesem Anlass fand am Freitag, den 10. Dezember, eine Feierstunde im Vortragsraum des BwG statt, bei der Herr Warnek für sein langjähriges hohes Engagement für die Schulsternwarte und damit auch für die astronomische Bildung der Bielefelder zu ehren.

Herr Dr. Siekmann als Schulleiter, Herr Franz Diekmann als Vertreter des Bezirks Brackwede und der Stadt Bielefeld sowie ehemalige Schüler und Vertreter des jetzigen Sternwarten-Teams stellten in ihren Ansprachen heraus, dass der Einsatz Herrn Warneks – auch weit über die Pensionsgrenze hinaus – für viele Bielefelder die Gelegenheit mit sich brachte, den Sternenhimmel live und erklärt zu erleben. Seit vielen Jahren ist die Sternwarte verlässlich an drei Tagen in der Woche besetzt.

Herr Warnek hob bei seiner Erwiderung hervor, dass er sich mit der Wahl eines Nachfolgers nicht aus der Sternwarte zurückziehen wolle. Seinen Schlüssel wolle er noch behalten. Es sei ihm aber wichtig, die Weiterführung der Sternwarte gesichert zu wissen – gerade auch als Schulsternwarte.

Sehr eindrucksvoll beschrieb Herr Warnek, wie die Liebe zu den Sternen bei ihm erwachte und wie er begann sie weiter zu vermitteln. Mit dem Bau des Brackweder Gymnasiums ergab sich die Gelegenheit, eine Kuppel mit einem größeren Teleskop einzurichten. Die Stadt(!) Brackwede unterstützte diese Einrichtung maßgeblich.

Dass das Teleskop heute noch funktionsfähig ist und auch tatsächlich betrieben wird, wäre ohne den Einsatz von Herrn Warnek wohl nicht möglich gewesen. Seine festen Prinzipien, was den Umgang mit dem Gerät, aber auch die Öffnung der Sternwarte für die Öffentlichkeit angeht, machen es heute noch vielen Bielefeldern möglich, einen tieferen (Ein-)Blick in die Welt der Sterne zu erhalten.

 

Vielen Dank, Herr Warnek!

 

 

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